Vom Mähdrescherfriedhof in die große, weite Welt
DDR, 80er-Jahre: In Düsterbusch liegt der Hund begraben. Doch Anton Kummer, der gleich hinterm Mähdrescherfriedhof wohnt, träumt vom Flair der großen Weltstädte. Seine waghalsige Idee: Er will aus dem Graustufen-Dorf eine Metropole nach Londoner Vorbild machen – inklusive U-Bahn-Flair, Leuchtreklame und einem echten Szeneclub.
Gemeinsam mit seiner Clique schmuggelt Anton Westmusik in die DDR. Getarnt als privater Polterabend oder unter dem Deckmantel eines FDJ-Jugendclubs spielen sie von Punk bis New Wave alles, was das System eigentlich verhöhnt und als gefahrvoll einstuft. Ein gewagtes Katz-und-Maus-Spiel mit der Volkspolizei nimmt seinen Lauf – und plötzlich reisen die Gäste sogar aus dem Westen in das kleine Niederlausitzer Dorf an.
DDR jenseits von Ostalgie – Mitten im Publikum
„Düsterbusch City Lights“ zeigt die DDR fernab von verklärter Ostalgie als einen lebendigen Ort, an dem Menschen mutig träumten und sich durchwurschtelten. Regisseur Daniel Borgwardt hat die Geschichte so inszeniert, dass die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum verschwimmt. Er fand hierfür deutschlandweite Anerkennung als, für den Kritiker Gunnar Decker, eine der „prägendsten Inszenierungen“ im Bereich Musiktheater (siehe Die deutsche Bühne, Ausgabe 4/2026).
Die Kritiken spiegeln das immersive und emotionale Erlebnis wider:
„Die Inszenierung von Daniel Borgwardt spiegelt das jugendliche Lebensgefühl zwischen Biografie und Musik mit beachtlicher Präsenz.“ — DIE DEUTSCHE BÜHNE
„All das spielt sich nicht nur auf der Bühne ab. Die Schauspieler sind mittendrin im Publikum, interagieren und tanzen mit ihm. So ist das Publikum mitten in der Geschichte, lacht und schweigt mit ihnen, belohnt sie mit Zurufen wie ‚Stimmt genau‘, mit Szenenapplaus und schließlich langem Schlussbeifall.“ — LAUSITZER RUNDSCHAU
Veranstaltungshinweise & Termine
- Veranstaltung: „Düsterbusch City Lights“ (Regie: Daniel Borgwardt)
- Spielort: Landei Lugau (Originalschauplatz)
- Termine: Freitag, 13. November & Samstag, 14. November
- Beginn: jeweils um 19:30 Uhr
- Besonderheit: Letzte Vorstellungen / Letzte Chance!
Karten für das FestSpiel „Jubiläum“ gibt es online unter
theatersenftenberg.de, an der Tages- und Abendkasse, unter
03573/801 286, via
karten@theater-senftenberg.de und an allen Vorverkaufstellen der neuen Bühne: in Senftenberg (Tourismusinformation am Markt, Hotel Lido, Rezeption am Familienpark Großkoschen), Großräschen (Touristeninformation an den IBA-Terrassen), Hoyerswerda und Finsterwalde bei den Tourismusinformationen (jeweils am Markt).