Dies ist ein berührender Text voll poetischer Wucht und tiefgründigem Humor. Er schildert die Erfahrung des Fremdseins, die Angst, aber auch Begegnungen und Momente, die Mut machen. Existenziell und zutiefst menschlich erinnert er daran, dass wir in der Fremde alle fremd sind. Und manchmal sogar in uns selbst. Friedmanns Monolog ist biografisch und historisch inspiriert. Er erzählt von der universellen Erfahrung des Fremdseins.
„Dieser Text ist das Persönlichste, Schmerzhafteste, was Friedmann je geschrieben hat.“ schreibt Oliver Reese über das Buch, welches zu den Spiegel Bestsellern zählt. „Wer glaubte, den wortgewaltigen Publizisten, Talkmaster und zeitweiligen Politiker Michel Friedmann zu kennen, der wird durch dieses zarte, aparte Buch überrascht.“ rezensierte die Welt am Sonntag.
Doch was macht den Text so besonders? Friedmann wird in „Fremd“ sehr persönlich, kehrt beeindruckend ehrlich sein Innerstes nach außen. Wortgewaltig, emotional packend und in einer seltenen Verbindung zwischen Poesie und präziser Beschreibung der Wirklichkeit blickt er auf seine eigene Biografie: Ein Kind im Transit – zwischen Ländern, Sprachen, Identitäten.
Seine Eltern sind aus dem besetzten Polen entkommen, weil sie auf „Schindlers Liste“ standen. Früh lernt der Junge, ihnen Mut zu machen, sie zum Lachen zu bringen und im Alltag zu unterstützen. „Kindheitsberuf: Lebensübersetzer.“ Eine gewaltige Aufgabe für ein Kind. Sein Lebensweg führt ihn zurück ins Land der Täter – immer auf der Suche nach sich selbst und nach einem Wir, das nicht ausgrenzt.
In der Inszenierung von Elina Finkel wird Friedmans Text zum Spiel in einem Zwischenraum, durch dessen milchige Scheiben das Licht schimmert. Zwei Spielerinnen (Dana Koganova und Wiebke Alphei) und eine Puppe lassen aus den Erinnerungen eine lebendige und ergreifende Geschichte entstehen. Fremdheit erscheint darin als Erfahrung, die alle kennen – und die uns verbinden kann.
Wer Michel Friedmann und vor allem dessen Gedanken und Worte von einer anderen, sehr privaten Seite (neu) kennenlernen möchte, sollte sich den Premierentermin oder eine der weiteren Aufführungen im Studio des Senftenberger Theaters unbedingt vormerken.
Karten für die Premiere und alle weiteren Aufführungen gibt es online unter theater-senftenberg.de, an der Tages- und Abendkasse, unter 03573/801 286, via karten@theater-senftenberg.de und an allen Vorverkaufs-stellen der neuen Bühne: in Senftenberg (Tourismusinformation am Markt, Hotel Lido, Rezeption am Familienpark Großkoschen), Großräschen (Touristeninformation an den IBA-Terrassen), Hoyerswerda und Finsterwalde bei den Tourismusinformationen (jeweils am Markt).
Weitere Termine
Sa, 14.02.2026 um 19:30 Uhr - PREMIERE
Fr, 20.02.2026 um 19:30 Uhr
Fr, 27.02.2026 um 19:30 Uhr
So, 01.03.2026 um 15 Uhr
Fr, 13.03.2026 um 19:30 Uhr